Akkus an Stelle von Batterien

Jeder kennt sie, jeder nutzt sie! Batterien sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken. So werden jährlich bundesweit ca. 1,5 Milliarden Batterien und Akkus von Herstellern und Importeuren in den Verkehr gebracht. Dies entspricht ungefähr 33.000 Tonnen! Doch nur etwa 45% dieser Batterien werden durch die Rücknahmesysteme erfasst - über die Hälfte landen u. a. im Hausmüll!

Was die wenigsten wissen: Batterien verbrauchen zur Herstellung 40-500 Mal mehr Energie, als sie später bei der Nutzung zur Verfügung stellen können. Es ist somit eine der teuersten und die umweltbelastensten Energieformen überhaupt.

Zudem enthalten Batterien und Akkus umweltgefährdende Stoffe, wie zum Beispiel Quecksilber, Cadmium, Blei und andere Schwermetalle. Diese Schwermetalle im Müll reichern sich in den Nahrungsketten an und gefährden so unsere Gesundheit.

Akkus - die Alternative!                                             

Wiederaufladbare Akkus empfehlen sich für eine häufige Nutzung der Geräte. Mit einem passenden Ladegerät können sie auf Grund ihrer hohen Lebensdauer bis zu tausend Mal aufgeladen werden. Dies variiert je nach Fabrikat und Ladegerät und liegt bei Nickel-Cadmium-Akkus bei bis zu 500 Mal und bei Nickel-Metallhydrid-Akkus bei bis zu 1000 Ladezyklen.

Bei einer wöchentlichen Ladung entspricht das einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren. Der Marktanteil von wieder aufladbaren Akkus liegt bei einem Anteil von 32 %. Hier ist eine Steigerung durch umweltbewusstes Einkaufen sicherlich möglich.

Unsere Tipps:

  • Vor dem Kauf von batteriebetriebenen Gegenständen sollte man prüfen, ob sich die Geräte mit Akkus betreiben lassen.
  • Batterien sollte man nicht sofort entsorgen, wenn das Gerät nicht mehr arbeitet, sondern in Teilen mit geringem Strombedarf wie z.B. in Uhren oder Fernbedienungen weiter benutzen. Mit einem kostengünstigen Batterietester lässt sich die restliche Kapazität schnell überprüfen.
  • Batterien oder Akkus immer gleichzeitig auswechseln, denn bereits entladene Batterien/Akkus ziehen die Energie von Neuen ab, zudem entsteht so die Gefahr des Auslaufens.
  • Beim Neukauf auf das garantierte Verwendungsdatum achten - ca. 5 Jahre.
  • Um eine ungewollte Entladung und das Auslaufen giftiger Stoffe zu vermeiden, sollten die Batterien und Akkus immer aus den Geräten ohne Nutzung entfernt werden.
  • Viele Geräte funktionieren mittlerweile auch mit Solarzellen, so kann komplett auf Akkus oder Batterien verzichtet werden. 

 

Hinweis:  Altbatterien und  -akkus dürfen nicht in der Restmülltonne entsorgt werden! Sie können über diverse Sammelstellen oder unsere sechs Recyclinghöfe kostenlos entsorgt werden. Nur durch die richtige Entsorgung können die Bestandteile wie Zink, Eisen, Mangan und Nickel für die z.B. Stahlerzeugung wiederverwertet werden und Blei und Cadmium zur Neuproduktion von Batterien verwendet werden!

Weiter Informationen finden Sie unter www.grs-batterien.de!

 Zeichnung von Daniel Drögeler

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