Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Millionen Tonnen Lebensmittel wandern pro Jahr in Deutschland, wie in vielen anderen westlichen Industrieländern, in den Müll. Pro Person sind das jährlich Nahrungsmittel im Wert von ca. 235 Euro. Dieses Konsumverhalten wird häufig entschuldigt mit dem Argument: „Ich werfe doch nur die Lebensmittel weg, welche bereits abgelaufen sind!“.

Was viele jedoch nicht bedenken ist, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) nicht zwingend mit dem Verfallsdatum gleichzusetzen ist, denn viele Lebensmittel können auch noch über das MHD hinaus verzehrt werden. Prüfen Sie also das Produkt sorgfältig, bevor Sie es entsorgen!

Nicht nur Supermarktketten oder Bäckereien werfen allzu oft genießbare Lebensmittel weg. Häufig ist der Privatverbraucher selbst daran beteiligt. Das macht  insgesamt zirka 89 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr. Es gehen 42 Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel auf das Konto der privaten Haushalte, 39 Prozent landen bei den Herstellern im Müll, 14 Prozent in der Gastronomie und fünf Prozent bei den Herstellern. Dabei ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ganz einfach.

Wie man konkret mithelfen kann, zeigen folgende Tipps:

  • Nicht zu schnell zur Tonne greifen: Trotz abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum können viele Lebensmittel noch unverändert genießbar sein. Überprüfen Sie die Lebensmittel erst, bevor Sie diese achtlos wegwerfen.
  • Konsumgerechtes Einkaufen: Wer nur dass kauft was man auch selber wirklich verbraucht, vermeidet es unnötig Lebensmittel wegzuwerfen.
  • Richtige Lagerung: Lebensmittel an den für sie vorgesehenen Orten lagern.
  • Lebensmittel, die übrig bleiben einfach weiterverarbeiten: Aus älterem Obst kann man nach wie vor Marmelade machen. Und ist das Brot vom Bäcker mal zu hart geworden, lässt sich immer noch Paniermehl daraus machen.
  • Lebensmittel konservieren: Fleisch und Gemüse oder beispielsweise Reste des Mittagessens, lassen sich ganz einfach einfrieren und später wiederverwenden.
  • Makel in Kauf nehmen: Nicht jede Birne oder jeder Pfirsich sind frei von Flecken oder anderen Makeln. Das macht sie dennoch nicht ungenießbar. Zur Not lassen sich betroffene Stellen auch abschneiden; den Rest kann man trotzdem noch verzehren.
  • Regional einkaufen: Obst und Gemüse welches bereits zu uns nach Deutschland einen langen weg hinter sich hat, hält sich im Regelfall nichtmehr allzu lange frisch. Daher ist der Kauf beim lokalen Erzeuger (Landwirte) um die Ecke meist sinnvoller, da man dort davon ausgehen kann, dass das Obst und Gemüse frischer und länger haltbar ist.
  • Sollte jedoch trotzdem einmal etwas entsorgt werden, trennen Sie Ihren Abfall richtig! Eine Sortierhilfe finden Sie hier!    

Weitere Informationen zum Thema "Lebensmittel wertschätzen" finden Sie unter:

https://www.zugutfuerdietonne.de/

http://web.ard.de/themenwoche_2010/?p=1486

http://www.planet-schule.de/sf/php/sendungen.php?sendung=8459

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