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14.11.2012

EDG erhält CEEP-CSR Label


EDG-Geschäftsführer nimmt in Brüssel Auszeichnung entgegen:

- CEEP-CSR Label für vorbildliche Unternehmen mit sozialer Verantwortung

- drei Vorzeigeprojekte „Standort Service Plus“, „Jugendkompetenzzentrum,

„Die abfallarme Schule“

 

Am 14. November nahm Wolfgang Birk, Geschäftsführer der EDG Entsorgung Dortmund GmbH (EDG), in Brüssel an der Zeremonie zur Verleihung des CEEP-CCR Labels teil und erhielt vor dem Europäischen Parlament die Auszeichnung der EDG als besonders vorbildliches Unternehmen mit sozialer Verantwortung. Die Geschäftsführer der EDG sind sich einig: „Diese Auszeichnung bestätigt unsere Unternehmensphilosophie. Die Sicherung des Unternehmensergebnisses für unsere kommunalen Gesellschafter, Daseinsvorsorge sowie soziales und kulturelles Engagement schließen sich nicht aus. Wettbewerb und soziale Verantwortung für die Bürger der Stadt Dortmund sind miteinander vereinbar.“

Wolfgang Birk, Arbeitsdirektor der EDG, formulierte anlässlich der Übergabe der Auszeichnung in Brüssel: „Unser Dank gilt natürlich auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Deren Initiative und Tatkraft ist es zu verdanken, dass bei unserer Bewerbung für das Label drei Projekte besonders ausgezeichnet wurden.“

Die Auszeichnung sei, so die Geschäftsführer der EDG, für die EDG und den EDG-Konzern Ansporn, sich der sozialen Verantwortung auch in Zukunft zu stellen, um diesem Unternehmensziel weiterhin gerecht zu werden.

 

Zum Hintergrund

Die EDG hat sich an einem von der Europäischen Kommission geförderten Projekt zur Corporate Social Responsibility (CSR), der gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung, beteiligt. Neben dem Europäischen Zentralverband der Öffentlichen Wirtschaft (CEEP), der auch die Federführung hat, wurde das Projekt maßgeblich vom Verband kommunaler Unternehmen

(VKU) initiiert. Das Projekt richtet sich u. a. an öffentliche Unternehmen, die Dienstleistungen der Daseinsvorsorge erbringen.

Corporate Social Responsibility

 Corporate Social Responsibility (CSR) steht für soziale Verantwortung von Unternehmen und ist ein Ansatz für nachhaltige Entwicklung. Unternehmen integrieren auf freiwilliger Basis und über rechtliche Vorschriften hinausgehend wirtschaftliche, soziale und ökologische Belange in ihre Kultur, Strategie und Unternehmenstätigkeit sowie in Wechselbeziehungen mit ihren Stakeholdern.

Bewerbungsprozess der EDG

In einem ersten Schritt wurde mit Hilfe eines Online-Fragebogens der Grad an gesellschaftlicher Verantwortung bei der EDG gemessen. Die Fragen richteten sich an die Grundsätze der Unternehmensführung, das Personalmanagement, sowie an spezielle Fragen zum Thema Abfall und Energie. Auf Grund der positiven Bewertung der eingereichten Unterlagen (Corporate Social Responsibility Index = 87,04 %), konnte sich die EDG um die Vergabe des europäischen Gütesiegels (CEEP-CSR Label) bewerben. Im Rahmen dieser Bewerbung mussten fünf „Best practice cases“ (beispielhafte Praktiken/Verfahren/Projekte) mit Blick auf das vorbildliche Handeln des Unternehmens detailliert dargestellt werden. Darüber hinaus musste die Unternehmenspraxis der EDG für acht Handlungsbereiche (u. a. Kunden, Umwelt, Unternehmensführung, Mitarbeiter, Abfallmanagement) mit Nachweisdokumenten belegt werden. Die Bewertung der vollständigen Unterlagen erfolgte durch externe Experten des CEEP. Die Jury hat am 23. Oktober 2012 eine positive Bewertung bekundet. Darüber hinausgehend wurden drei EDG-Projekte (Jugendkompetenzzentrum, Standort Service Plus, Die abfallarme Schule) als „Vorzeigeprojekte“ ausgewählt, die in der Publikation „Best CSR Practice in Public Services“ neben ausgewählten Projekten weiterer Teilnehmer dargestellt werden sollen.

 

ergänzende Information: Die Vorzeigeprojekte

Abfallarme Schule

In den Dortmunder Schulen werden Abfälle oft nur unzureichend getrennt. Die Schüler besitzen nur geringe Kenntnisse über Abfallvermeidung, Recycling und Entsorgungsanlagen sowie Stoffströme. So gelangen erhebliche Mengen vermeidbarer Restabfälle in die Müllverbrennungsanlagen, vorhandene Recyclingkreisläufe werden unzureichend genutzt.

In Zusammenarbeit mit dem Schulträger wurde ein Verfahren, nach dem die Schulen kostenlose, farblich unterschiedliche Vorsammelbehälter für Restabfall, Verpackungen, Papier und Bioabfälle für alle Räume bestellen können. Farblich passend werden die Abfallbehälter auf dem Schulhof aufgestellt und durch ein Plakat als Trennhilfe ergänzt. Die EDG-Kundenberater informierten Schulleiter, Lehrer, Hausmeister und Schüler vor Ort über das Trennsystem. Darüber hinaus werden den Schulen weitere Möglichkeiten der Abfallvermeidung und -trennung, z. B. für Batterien, Korken, Handys, CD, Tonerkartuschen, sowie Unterrichtshilfen angeboten:

Die Kundenberatung bietet für den Unterricht die Herstellung von Recyclingpapier, den ökologischen Schultaschen-Check oder das Sortierspiel an. Zusätzlich bietet eine Medienausleihe vom Buch über Spiele und Filme bis zu kompletten Themenboxen vielfältiges Material für die Planung und Gestaltung des Unterrichts zum Thema Abfall und Umwelt. Die EDG ermöglicht geführte Besichtigungen auf Deponien, Recyclinghöfen, Betriebshöfen und im Kompostwerk.

Alle umweltpädagogischen Aktivitäten werden auf einer gesonderten Website www.sauberes-dortmund.de dargestellt und teilweise als download zur Verfügung gestellt.

Sämtliche Angebote werden stark nachgefragt, mittlerweile vermehrt online. Durch das neue Trenn und- Farbleitsystem hat sich das Abfallvolumen deutlich in Richtung verwertbare Abfälle verschoben. Für ihre Bemühungen wurde die EDG in 2012 vom Schul- und vom Umweltministerium des Landes NRW ausgezeichnet.

Standort Service Plus

Der Standort Service Plus bietet individuell zugeschnittene Konzepte für die Wohnungswirtschaft zur Reduzierung der Nebenkosten (Vermeidung von kostenpflichtigen Zusatzleerungen, optimierte Abfalltrennung) und zur Wohnumfeldverbesserung. Wesentliche Ziele sind die Steigerung der Kundenzufriedenheit der Wohnungsgesellschaften und deren Mieter sowie eine enge, vertrauensvolle Mieterbindung. Der Standort Service Plus ist eine gemeinsame Marke auf Initiative verschiedener kommunaler Abfallwirtschaftsbetriebe, die einheitliche, abfallwirtschaftliche Dienstleistungen anbieten. Diese gehen über die herkömmliche Sammlung von Abfällen bei privaten Haushaltungen hinaus. Der Marke Standort Service Plus gehören mittlerweile bundesweit über zwanzig Kommunen an.

Dieser besondere Service dient der Optimierung der Abfallsituation in Großwohnanlagen, verdichteter Wohnbebauung und Mehrfamilienhäusern. Ziel dieser Marke ist es, einen zusätzlichen Service für die Wohnungswirtschaft zu schaffen, wobei festgelegte Leistungs- und Qualitätsstandards eingehalten werden. Für Wohnungsunternehmen bietet dieser Service die Gelegenheit, ihre Wohnobjekte langfristig aufzuwerten, attraktiver zu gestalten und die Vermietbarkeit zu steigern. Durch individuelles Abfallmanagement und sinnvolle Behälterausstattungen sowie einer kontinuierlichen Betreuung durch Service-Mitarbeiter vor Ort, wird die abfallwirtschaftliche Situation nachhaltig verbessert. Langfristige Gebühreneinsparungen sind ebenfalls möglich, da die Abfallbehältergrößen genau auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden. Fehlbefüllungen werden durch kontinuierliche Mieterinformationen minimiert.

Durch den kontinuierlichen Dialog mit den Wohnungsgesellschaften und ihren Mietern, wird eine hohe Akzeptanz für die getrennte Sammlung von Abfällen und für neue Abfallsammelsysteme erreicht. Einen weiteren Anreiz zum Mitmachen bieten die Einsparpotenziale bei den Müllgebühren, die an die Mieter in vollem Umfang weitergegeben werden. Gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen, Mietern/Mieterbeiräten werden nicht nur individuell abgestimmte Entsorgungskonzepte erarbeitet, sondern neue Konzepte kundenorientiert weiterentwickelt.

 

Jugendkompetenzzentrum

Das Engagement der EDG zugunsten der Dortmunder Bevölkerung spiegelt sich in dem Projekt Aufbau und Betrieb eines Jugendkompetenzzentrums“ wider. Gemeinsam mit dem Regionalen Bildungsbüro der Stadt Dortmund und der Interessengemeinschaft Sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen (ISB e. V.) unterzeichnete die EDG eine Kooperationsvereinbarung, die die Lern- und Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen in Dortmund durch die Bündelung und Vernetzung von schulischen und außerschulischen Aktivitäten verbessern und diese Zielgruppe aktiv in ihrem Berufsfindungsprozess begleiten und unterstützen soll. Diese Initiative bietet so eine qualifizierte Vorbereitung von Jugendlichen auf die Herausforderungen der Arbeitswelt. Know-how, Erfahrung, Engagement sowie die Bereitstellung adäquater Schulungsräumlichkeiten sind im Wesentlichen die Dinge, mit denen sich die EDG einbringt, um Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in das Ausbildungs- und Berufsleben zu unterstützen. Das Angebot gliedert sich in zwei Handlungsschwerpunkte: „Technik heute und in Zukunft“ (Ein herkömmlichen Pkw wird zu einem Solarmobil umgebaut. Die Teilnehmer erhalten erste Einblicke in den Arbeitsalltag und die Arbeitsabläufe in einer Werkstatt) und „Potenzialanalyse“ (Jugendlichen am Ende der 7. Klasse wird verdeutlicht, in welchen Bereichen ihre individuellen Stärken liegen und worauf im Hinblick auf die Ausbildungsfähigkeit aufgebaut werden kann).

Die ausnahmslos positive Resonanz der teilnehmenden Schüler, ihrer Eltern sowie der Lehrer der örtlichen Schulen hat gezeigt, dass die Durchführung des Projekts sehr zufrieden stellend und ein voller Erfolg ist.

 

 Hier erhalten Sie weitere Informationen zu unseren Angeboten wie beispielsweise die Abfallarme Schule.


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